Die ersten Spielzeuge zur Frühförderung – welche auswählen und wie verwenden?

Das Erwachen des Babys 

Rasseln oder sensorische Bälle gehören zu den unverzichtbaren Spielzeugen zur Frühförderung der Kleinen.

Die Auswahl ist groß – werfen wir also einen Blick auf das ideale Spielzeug und seine Anwendung.

Welches erste Spielzeug zur Frühförderung?

Die Feinmotorik Ihres Babys entwickelt sich mit den Monaten. Daher ist es wichtig, Spielzeuge anzubieten, die seinem Entwicklungsstand entsprechen.

Ab dem 3. oder 4. Monat beginnt Ihr Baby, Spielzeuge bewusst zu berühren, zu greifen und zu manipulieren. Leichte, weiche, farbige und kontrastreiche Rasseln sind ideal, da sie sich leicht handhaben lassen und die Aufmerksamkeit des Babys auf sich ziehen.

Empfehlenswert sind Greifrasseln oder Bälle mit einfacher Handhabung, bei denen der Daumen den anderen Fingern gegenübersteht.

Ein sensorischer Montessori‑Ball (auch Greifball genannt) ist besonders gut geeignet. Die gepolsterten Kammern ermöglichen es dem Baby, ihn leicht mit den Fingern zu greifen und zu bewegen. Auch eine Rassel mit einem Ring erleichtert das Greifen.

Ab etwa 7–8 Monaten, wenn der Pinzettengriff (Daumen‑Zeigefinger‑Griff) sich entwickelt hat, wird die Feinmotorik noch präziser. Dann können komplexere Rasseln angeboten werden, wie Aktivitätswürfel, bei denen das Kind Fäden zieht und so den Pinzettengriff einsetzt. Kurz: Spielzeuge, die Feinmotorik und das Verständnis von Ursache und Wirkung fördern.

Sanfte Sinnesstimulation

Greifrasseln oder Bälle regen das visuelle System an – durch ihre kräftigen Kontraste und leuchtenden Farben, die die Netzhaut besonders aktivieren.

Rasseln stimulieren auch das Gehör. Die leisen Geräusche (Knistereffekt, Quietschen, Glöckchen…) wecken die Aufmerksamkeit des Babys und fördern die Verbindung von Hören und Sehen – die sogenannte audio-visuelle Schleife, die für die kindliche Entwicklung besonders wichtig ist.

Durch ihre unterschiedlichen Texturen stimulieren diese Spielzeuge zusätzlich den Tastsinn des Babys. Das fördert die Anpassung der Hand an den Gegenstand und die Unterscheidung seiner Eigenschaften (weich/hart, glatt/rau…).

Die Rassel unterstützt die Entwicklung der Feinmotorik und das bewusste Greifen und Loslassen. Das Baby greift, betrachtet und steckt sie in den Mund – oder wechselt sie von einer Hand in die andere. Dabei entstehen wichtige Koordinationen: Auge‑Hand und beidhändige Bewegungen.

Wie spielt man damit?

Es ist nicht nötig, eine Vielzahl an Spielzeugen um das Baby herum zu verteilen – das könnte seine Sinne überfordern und die Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Zwei bis drei Spielzeuge reichen völlig aus.

Wechseln Sie sie regelmäßig je nach Entwicklungsstand und Interesse des Babys.

Was kann man also konkret tun? Hier ein paar Ideen:

Bei den Kleinsten kann man die Rassel etwa 30 cm über dem Mund halten und langsam von rechts nach links bewegen, damit das Baby den Blick verfolgt und die Kopfbewegung mit den Augen koordiniert.

Man kann die Rassel auch in Ohrnähe klingeln lassen und abwarten, ob das Baby sich zur Klangquelle hin orientiert – loben Sie es ruhig dabei!

Zur Förderung der seitlichen Drehung können Sie die Rassel leicht schräg über dem Kopf des Babys positionieren. Es folgt der Bewegung mit dem Blick, beginnt vielleicht, den Oberkörper zu drehen – und rollt sich womöglich sogar auf den Bauch.

Bevor das Baby krabbeln kann, macht es keinen Sinn, Spielzeug außer Reichweite zu legen. Aber um das Strecken der Seite zu fördern und die Motivation zur Fortbewegung zu wecken, platzieren Sie die Rassel an der Grenze seines Greifbereichs – etwa auf Armlänge. So wird das Baby dazu angeregt, den Arm und die ganze Seite zu strecken.

Oft vergessen: Auch mit den Füßen kann gespielt werden! Wenn das Baby beginnt, das Becken zu rollen und die Beine anzuheben, wird es Spaß daran haben, mit den Füßen nach der Rassel zu treten – eine gute Übung zur Hand‑Fuß‑Koordination.

Wann und wie lange pro Tag?

Solche Spielzeiten bieten sich an, wenn Ihr Baby ruhig und aufmerksam wach ist.

Vertrauen Sie auf Ihr Baby und achten Sie auf Anzeichen von Müdigkeit oder Desinteresse.

Es soll ein Moment der Freude bleiben.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit dem Team von Eveil&Conseil verfasst, um die zahlreichen Fragen von Eltern zu beantworten und Ihnen hochwertige Ratschläge zu geben, damit Sie sich gut um sich selbst kümmern und den Bedürfnissen Ihres Babys bestmöglich gerecht werden können.

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